Stimmen der Teilnehmenden

„Wenn ich an die Heimatkarawane denke, dann habe ich die Ortschaften vor Augen: Hayingen, Zwiefalten, Riedlingen, Hülben, Sigmaringendorf, Emerkingen. Ich denke an viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und an die verschiedenen Abschlussaufführungen in den unterschiedlichen Gemeinden. In Hayingen war es besonders emotional für mich. Die Begegnungsabende mit den schönen Spielen und dem netten Kennenlernen, an denen wir auch getanzt haben, waren- wie auch die Workshops- durch große Offenheit gekennzeichnet. Die Heimatkarawane-digital war sehr lustig und sehr produktiv. Besonders hat mir gefallen, dass viele dabei waren, die von weit herkamen. Und es entstand eine schöne Geschichte.“
Sabrina Rechtsteiner, Hayingen

Bunter Abend in Hayingen
Workshop in Zwiefalten

„Das Konzept der Heimatkarawane ist ideal für den kulturellen Austausch von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft. Schulen, Sportvereine, Chöre und andere Vereine tragen enorm zur Integration der Zugezogenen bei. Die Heimatkarawane hat das ergänzt und außerdem ein kleines Netzwerk geschaffen in dem sich die Teilnehmenden auch im Nachhinein des Wochenendes miteinander verbunden fühlen. Das wird deutlich, wenn man sieht, wie viele der Teilnehmenden auch nach den Workshops in ihrer Gemeinde weiter in die anderen Gemeinden gezogen sind und dort aktiv am Projekt teilgenommen haben. Eine noch größere Bereicherung für die einzelnen Gemeinden wäre es sicher, wenn die Heimatkarawane regelmäßig zurück in die Dörfer kommen könnte.“
Mark Hanssen, Zwiefalten

„Die Riedlinger Karawanserei mit ihren Vorbereitungen in den drei Workshops Theater, Singen und Musikmachen war sehr schön und effizient. Alle konnten mitmachen und das Ergebnis war sehr gut. Schade, dass wir vom externen Riedlinger Publikum für die Aufführung im Lichtspielhaus nicht mehr erreichen konnten, aber das war nicht unbedingt negativ. Innerhalb der Karawanserei gab es eine sehr gute Kommunikation und es waren ja Leute zur Aufführung da. Zur Heimatkarawane Digital kann ich sagen, dass es zwar technische Schwierigkeiten gibt, da man nichts gleichzeitig tun kann. Andererseits kann man sehr schön reflektieren was da so geschieht. Im Vordergrund steht für mich hier die Authentizität der Mitwirkenden: es geht sehr ehrlich zu, niemand ist komisch, sondern redet einfach mit. Ich bemerke eine höhere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, die manchmal viel intensiver ist, als wenn man sonst irgendwo „dabeihockt“.“
Steffen Klein-Hellstern, Riedlingen

Präsentation in Riedlingen
Theaterspielen in Hülben
Kennenlernen in Hülben
Kartoffelkuchen in Hülben

„Die Professionalität des gesamten Teams hat mich unglaublich berührt. Ich war am Anfang eher schüchtern, weil ich glaube, dass ich nicht singen kann. Aber die Offenheit der Gemeinschaft hat mich zum Mitmachen bewegt, dadurch habe ich an Selbstbewusstsein gewonnen. Jede/r Teilnehmende wurde so mitgenommen. Meine Sehnsucht für Kultur, wurde an dem Wochenende richtig gestillt.“

„Früher war Heimat für mich eher eine Art Verlustgeschäft. Durch das Projekt habe ich ein anderes Bewusstsein für Heimat entwickelt und gelernt, Heimat in mir selber zu finden.“

Bärbel Wölk, Hülben

„Im Vorfeld war ich sehr gespannt, was das Projekt eigentlich beinhaltet. Die gute Gemeinschaft, die von Anfang an zu Stande kam, hat mich sehr beeindruckt. Jeder durfte sich selbst sein, es wurde frei geredet und jeder hat dazugehört. Dabei kamen tolle Ideen zu Stande. Es war, als kannte man sich schon ewig, obwohl es ja nur 3 Tage waren.”

„Durch die Heimatkarawane habe ich gelernt, meine Heimat besser zu definieren und noch mehr zu schätzen. Heimat bedeutet, dass man gerne dahin zurückkommt. Wenn ich den Kirchturm von weitem sehe und mich Hülben nähere, weiß ich, ich bin in meiner Heimat angekommen. Heimat ist ein Gefühl, das in mir drin ist und mir niemand nehmen kann.“

Bärbel Wurster, Hülben

„Mich hat interessiert, was mit dem Einzug der Heimatkarawane nach Hülben auf uns zukommt und was mit so einem Projekt in unserem Ort machbar ist. Im Vorfeld war ich durchaus aufgeschlossen. Mit einigem, womit sich die Heimatkarawane angekündigt hatte, wie zum Beispiel dem Theaterspielen, hatte ich jedoch bisher keine Erfahrungen. Ich war sehr beeindruckt von der Professionalität des gesamten Teams und davon, wie jeder einzelne von uns während des Wochenendes begleitet wurde. Dadurch konnte sich viel entwickeln. Das zeigte sich auch nochmal bei der Abschlussveranstaltung in Hayingen.“

Karin Bings, Hülben

„Die Heimatkarawane war für mich interessant, erlebnisreich und spannend. Ich habe Leute aus meinem Dorf kennengelernt, zu denen ich vorher keinen Kontakt hatte. Die Miteinbeziehung der Zugezogenen aus Guinea und der Türkei fand ich besonders bereichernd, da mir aufgezeigt wurde, wie viele Gemeinsamkeiten es doch zwischen uns allen gibt, unabhängig von unserer Herkunft. Die Fragen, die uns vom Projektteam gestellt wurden, haben dazu geführt, dass ich mich viel intensiver mit meinem Ort auseinandergesetzt habe und so neue Gedanken und Definitionen zum Thema Heimat entstanden sind.“

Bea Speker, Sigmaringendorf

Präsentation in Sigmaringendorf
Theater in Emerkingen
Römertum in Emerkingen

„Grundsätzlich ist die Heimatkarawane eine tolle Geschichte. Für Emerkingen war gerade in der Coronazeit gut, dass man eine Möglichkeit hatte, sich auf dieser besonderen Ebene auszutauschen und kulturelle Dinge zu erleben, die ja derzeit viel zu kurz gekommen. Unsere sehr reduzierte Version konnte leider nicht das umsetzen, was wir uns vorgestellt haben. Von daher muss man sagen, im Nachklang hatte diese Veranstaltung für die Gemeinde selbst mittel- langfristig nicht den Effekt, den wir ohne die Corona-Pandemie gehabt hätten. Größtenteils haben wir trotzdem gutes Feedback der Teilnehmer*innen bekommen. Manche hätten sich gewünscht, verstärkt in die theatralische Arbeit einzusteigen, aber hierfür gab es einfach reduzierte Möglichkeiten, sicher auch geschuldet dem fehlenden Begegnungsabend. Denn wir hatten ja einen sehr guten Start in der Vorbereitung und hätten zweifelsfrei -ohne Corona- auch sehr viel mehr Teilnehmer*innen gehabt. Sollte es eine Heimatkarawane 2.0 geben: Emerkingen wäre mit dabei!“
Paul Burger, Bürgermeister Emerkingens

 „Ich finde, die Heimatkarawane ist ein ganz tolles Projekt. Schade, dass die Corona-Pandemie dazwischenkam, denn die Gesamtkonzeption war super. Leider musste in der Emerkinger Karawanserei ja coronabedingt der Begegnungsabend ausfallen, der ja eigentlich wesentliche soziale und kreative Situationen für die gemeinsamen Workshops schaffen sollte. Trotzdem ist es gut, dass wir etwas auf die Beine gestellt haben.“

Roland Röller, Mitglied des Emerkinger Theatervereins und Sprecher des Arbeitskreises Mundart und Sprachen beim LABW: