Hülben 21.02.-23.02.2020

BÜRGERSAAL, ALTES SCHULHAUS
THEMA: ZWEI WELTEN, BROTE AUS ALLER WELT
BETEILIGTE: CA. 18 & BEWOHNER*INNEN DES SENIORENHEIMS

Die etwas andere Karawanserei.

Im Gegensatz zu den vorhergegangenen Gemeinden stand in Hülben nicht die Performance im Mittelpunkt, sondern es wurde sich auf eine andere, sehr vielfältige Art und Weise mit dem Thema Heimat auseinandergesetzt. Aktive Beteiligung gab es von einigen Vertreterinnen der Landfrauen und des Pflegepersonals des Seniorenheims, welches am Samstag vom musikalischen Team besucht wurde. Neben vielen Gesprächen, aktiven Kennenlernspielen und gemeinsamen Singen, wurden am Samstag im ikonischen Backhaus verschiedene Brote und der Hülbener Kartoffelkuchen gebacken.
Am Sonntag kamen die Bewohner*innen des Seniorenheims zum gemeinsamen Brot- und Kuchenessen. Dabei gab es eine theatralische Backinszenierung sowie viele musikalische Einlagen, bei denen die Senior*innen auch aktiv mitsingen konnten.
Ein weiteres Highlight war das Festessen, welches von einer beteiligten irakischen Familie vorbereitet und von der gesamten Gruppe am Sonntag genossen wurde.

HÜLBENER BROTBACKBLUES
von Karin Bings

Komm, heut mittag welle mir bacha,
no muasch es jetzt aber laufa lassa!
Mensch, du hoscht vergessa, a Hefe zu kaufa!
No muascht halt nomol en da Dorflada laufa!

En dui Schissel duascht des Mehl jetzt nei,
a bissle Wasser sott au no sei.
Et z‘kalt ond et z‘warm, ond au et z‘vill,
weil so an renga Doig echt koiner will!

Der Doig muass ganga, er braucht sei Ruah,
mir könnet solang ebbes anders dua.
Lass deine Fenger von der Schissel weg
ond putz mol lieber do dein Dreck aweg!

Stell jetzt dia Körbla do auf en ra Roih
ond dur drzua a Handvoll Mehl glei no nei,
des ischt ganz wichtig, weil sonscht beppt des wia d‘Sau
ond goht nemme guat us dene Körbla raus.

Soweit, so guat, jetzt goht‘s en Ofa nei,
breng do den Schiaßer, weil mir schießet glei ei,
aber mach nora, zieh en schnell wieder zruck,
sonscht bleibt dr Doig hanga. – So, do guck!

So noch ra Schtond muass des fertige Brot
raus usem Ofa, sonscht geit‘s a Not,
mir wellet jo et so kurz vor am End,
dass ons des guate Brot gar no verbrennt!